Die Befreiung aus dem Gehorsam deiner alten Programme

Jeder neue Weg ist mit Hindernissen bestückt. Als ich entschieden habe, dass es in meinem

Leben jetzt etwas mehr um mich und weniger um den Rest der Welt gehen darf, bin ich sehr

stark herausgefordert worden meinem Gehorsamsmodus zu begegnen.

 

So nenne ich die Bahnen in mir, die dafür sorgen, dass ich mich ja nicht weiterentwickle, nichts in

Frage stelle und schön brav meinen alten Mustern folge. Ich habe gestaunt wie tief diese

Programmierungen sitzen. Denn praktisch bei allem was ich tat, ob im Job, im Privatem, in

meiner Freizeit, beim Einkaufen, überall im Kontakt mit anderen Menschen, spürte ich eine harte

Stimme in meinem Inneren, die mich klein machte und mir allen eigenen Wert absprach. Eine

Stimme, die mich dazu zwingen wollte, gehorsam meinen alten Gewohnheiten zu folgen, eine

Stimme, die nicht wollte, dass ich mir etwas Neues zutraute oder dafür sorgte, dass es mir gut

ging. Jedes Mal wenn ich versuchte für mich einzustehen und das tun wollte was gut für mich

war, hörte ich Dinge wie:

 

  • Nein, das darfst du nicht
  • Nein, du brauchst erst die Erlaubnis
  • Sei nicht so forsch und vorlaut
  • Sei nicht so hartherzig zu dieser Person
  • Was erlaubst du dir da?
  • Er/Sie ist mehr wert als du
  • Du bist nicht ebenbürtig
  • Du sollst das tun was er/sie braucht 
  • Deine Bedürfnisse sind nicht wichtig
  • Du musst es ihm/ihr Recht machen
  • Du musst dich um das Wohl der anderen kümmern
  • Tu das was man dir sagt
  • Nimm dich nicht so wichtig
  • Du zählst nicht

 

Die Liste ließe sich endlos weiterführen und sie würde nicht freundlicher werden. Mein

Gehorsamsmodus, der aufpasste, dass ich mich ja nicht daneben benahm, machte schon immer

einen guten Job. Spür einen Augenblick in dich rein, hast du auch je nach Situation so eine

innere Stimme?

 

Diese Stimme war bei mir auch noch mit einem starken Gefühl der Angst und der Ohnmacht

gekoppelt. Jedes Mal wenn ich mutig etwas anders als bisher tun oder sagen wollte, Autoritäten

ansprach, meine eigene Wünsche und Bedürfnisse verfolgte, fühlte ich mich ausgeliefert und

schwach und wurde ganz kleinlaut. Speziell in den Situationen in denen mein Gegenüber auch

noch ziemlich selbstbewusst war oder wenn ich Gegenwind bekam fühlte ich mich innerlich

schrecklich, strauchelte und entschuldigte mich fast schon, dass es mich überhaupt gab.

 

 

Eine Zeitlang versuchte ich mich mit Druck dazu zu bringen selbstbewusster aufzutreten, doch

das gelang mir nur bedingt, denn dieses Selbstbewusstsein war nicht echt. Ich konnte es genau

zwei Minuten halten und dann brach es in mir zusammen und ich war wieder im alten Film und

ärgerte mich über meine Schwäche. Das Schlimmste was ich mir in solchen Situationen antun

konnte war, dass ich auch noch über mich selbst schimpfte und genau das tat ich dann natürlich

auch. 🙀 Mein Gehorsamsmodus war ziemlich stark ausgeprägt und von Mal zu Mal hatte ich

mehr Angst mich ihm entgegen zu stellen. Ein anderer Weg musste also her.. 

Rauskommen aus lieblosen Dauerschleifen

Was mir sehr geholfen hat aus meiner inneren Erstarrung und dem inneren Gehorsamstrip

rauszukommen,

 

war als allererstes mich dafür zu entscheiden aufzuhören mich

selbst zu verurteilen und statt dessen mir selbst beizustehen

 

Ich begann also regelmäßig mich selbst in den Arm zu nehmen und mich dafür zu loben es

einfach mal versucht zu haben statt mit mir zu kämpfen. Alle Veränderung ist deshalb so

sauschwer, weil unser System im Alten bleiben will, denn das spart Energie. Also haben wir nicht

nur mit unseren alten Gewohnheiten zu tun, sondern auch noch mit der praktischen Umsetzung

diese loszulassen. Da ist zwar im ersten Moment  doppelte Arbeit nötig, doch wenn wir aktiv neue

Bahnen in uns anlegen, dann ist Veränderung möglich. Vielleicht nicht innerhalb von kürzester

Zeit, aber prinzipiell können wir alles schaffen was wir uns vornehmen, wenn wir immer und

immer wieder dran bleiben.

 

 

 

Der zweite Schritt, der mich weit gebracht hat und den ich immer noch beherzige ist,

 

mir innerlich zu erlauben, tatsächlich einfach das zu tun,

was liebevoll für mich ist und mir gut tut

 

Das ist eine sehr wertvolle Art und Weise uns selbst zu stärken und klar, tobte zu Beginn alles in

mir, doch ich habe mich immer wieder überwunden und wurde es mir Wert für mich Dinge zu tun,

die zutiefst liebevoll für mich sind.

 

Anfangs mit schlechtem Gewissen, aber mit der Zeit ging es besser in Frage zu stellen was ich

alles nicht durfte und statt dessen mir das zu erlauben was mir half in meine Mitte zu kommen. In

dieser Zeit habe ich mich sehr mit meiner liebevollen inneren Stimme verbunden und viel in mein

Inneres gespürt, um herauszufinden was ich brauchte, damit ich mich glücklich fühlte, damit es

mir immer ein bißchen besser ging.  

  

 

Stell dir zum Beispiel die Frage, ob es wirklich stimmt, dass deine Bedürfnisse weniger wichtig

sind als die der anderen. So ein Gedanke ist schnell gedacht, aber wenn du ganz tief in deinen

Bauch spürst, mit der Antwort sozusagen schwanger gehst und deiner liebevolle Stimme in

deinem Inneren zuhörst, wirst du die Wahrheit ganz klar fühlen können. Und genau diese

Wahrheit habe ich als Erlaubnis genommen, trotz vernichtender Kommentare meiner alten

Programmierungen, das zu tun was in dem Moment gut für mich war.  

 

Und da war so vieles:

 

  • Ich durfte mir erlauben mir selbst eine Freude zu machen
  • Ich durfte mir erlauben die Dinge langsamer zu tun
  • Ich durfte mir erlauben nichts zu tun
  • Ich durfte mir erlauben Genuss in mein Leben zu bringen
  • Ich durfte mir erlauben grundlos abzusagen wenn ich zu etwas keine Lust hatte
  • Ich durfte mir erlauben meine Bedürfnisse wahrzunehmen und für sie einzustehen
  • Ich durfte mir erlauben Neues auszuprobieren
  • Ich durfte mir erlauben auf meine innere Stimme zu hören und nach ihr zu handeln
  • Ich durfte mir erlauben Dinge, Situationen, Menschen auch mal in Frage zu stellen 
  • Ich durfte mir erlauben Gut für mich zu sorgen
  • Ich durfte mir erlauben mich ernst zu nehmen und wichtig für mich zu sein
  • Ich durfte mir erlaube die Dinge, die mir nicht gut taten loszulassen

 

 

Auch diese Liste ließe sich endlos weiterführen, aber diesmal mit lauter schönen, nährenden, und

hilfreichen Dingen.. 😉 ..weiterführen ist also absolut erwünscht!

Doch die alten Muster geben so schnell nicht auf. Wenn du beginnst deine alten

Programmierungen in Frage zu stellen, wirst du eine Weile lang unangenehme Gefühle an die

Oberfläche befördern. Das sind all die verdrängten Gefühle, die du nicht fühlen und die du mit

Hilfe der harten Gehorsamsstimme wegdrücken konntest. So herausfordernd sich diese Phase

anfühlt, so gut ist es, dass sie da ist.

 

Endlich bewegt sich etwas in deinem Inneren, etwas kommt in Fluss. 

 

 

Nimm dir am Besten immer wieder ein bisschen Zeit um gut für deine inneren Anteile zu sorgen

und um all die verdrängten Gefühle bewusst zu fühlen. Schicht für Schicht darfst du dich auf sie

einlassen. Fühle was sich in jedem Moment in deinem Körper zeigt und fühle es körperlich. Wo

spürst du die Enge und den Druck der Angst? Das tiefe schwarze Loch der Ohnmacht und

Hilflosigkeit? Im Bauch? Im Nacken? Wie fühlt es sich genau an in deinem Körper? Kribbelt der

Bereich? Hat es eine Farbe? Eine Konsistenz? Vermeide so gut es geht es in abwertenden

Gedanken hängen zu bleiben und kehre sanft zu deinen Körperempfindungen zurück sobald du

bemerkst, dass du abgeschweift bist.

 

Sei ganz besonders liebevoll und fürsorglich für dich in dieser Zeit. 

Je mehr du bereit bist, mit deinen alten Gefühlen und Anteilen zu sein, umso

mehr wirst du feststellen, dass dir der alte Gehorsamsmodus immer weniger

etwas anhaben kann. Du heilst deine alten Programme und kommst in die Lage

frei über dein Wohl zu entscheiden. Das was andere über dich denken könnten

interessiert dich nicht mehr. Du entscheidest aus einer tiefen Liebe zu dir selbst

heraus was dir gut tut und setzt es konsequent um.

 

Auch die alten kleinmachenden Gedanken deines inneren Kritikers beachtest du

nicht weiter. Du gehst deinen Weg und entwickelst immer mehr die innere Stärke

in Situationen, die dich früher nervös gemacht hätten, präsent zu bleiben. Das

sind wundervolle Entwicklungsschritte und mit der Zeit wirst du bemerken, dass

du innerlich immer freier und freier wirst.

 

Jetzt kannst du beginnen dein Leben in vollen Zügen zu genießen und dir bewusst ein

wunderschönes neues und liebevolles Leben zu erschaffen. Genieße dein neues Dasein und den

Lohn deiner inneren Arbeit, sei es dir wert erfüllt und glücklich zu leben! 

 

Ich wünsche dir alles Liebe dafür.

 

Von Herzen,

 

Liebe dich selbst – du zählst

 

 

Wenn du dir Unterstützung wünscht dabei, deine alten Programme anzuschauen

und loszulassen, melde dich gerne per Mail an bezauberndeaussichten(at)web.de

oder über das Kontaktformular in der Navigationszeile zum kostenlosen

Schnupperviertelstündchen bei mir. 

 

 

Ich freue mich auf dich! 

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