Finde einen neuen liebevollen Rhythmus in deinem Leben  -  Teil I

Als ich meinen liebevollen Weg begann, habe ich mich oft gefragt, wie man liebevolle

Strukturen in sein Leben bringt. Mein altes Leben war geprägt von dem Chaos meiner alten

Mustern und ich sehnte mich nach einfachen Wegen wie ich Ordnung in mein Leben bringen

konnte. Ich sehnte mich danach einen neuen liebevollen Lebensrhythmus in mein Leben zu

bringen. 

 

Was ich feststellte war, dass ich mich zurück auf das Wesentliche besinnen durfte. All das was

die verschiedenen Ansätze vereinte, war letztendlich immer das Eine. Lerne die Liebe für dich

anzunehmen und liebevoll mit dir selbst umzugehen. 

 

Meine Hauptaufgabe bestand also darin, zu lernen meine eigenen beste Freundin zu sein und zu

erspüren, was gut für mich war und welchen Rhythmus mein Leben wirklich brauchte. Ich

durfte lernen mich auf meinen Körper einzulassen und auf meine Bedürfnisse zu hören.

 

Zwar geriet ich immer wieder mal in die Versuchung, mir einen Zeitplan mit ganz vielen Regeln

aufzustellen, an den ich mich dann nur strikt zu halten brauchte und schon würde sich mein

Leben von ganz alleine zum Besseren verändern, aber ich merkte schnell, dass ich so nicht

weiterkam. 

 

So würde ich die alte Härte in meinem Leben weiterbehalten. Ich tauschte nur die Inhalte aus.

Statt mich ständig mit Pflichterfüllung unter Druck zu setzen, setze ich mich jetzt zwar mit

schönen Dingen unter Druck, aber vom natürlichen, harmonischen Lebensrhythmus war weit

und breit trotzdem keine Spur.

Das Geschenk entfaltet sich

Mir zu erlauben mein Leben nach meinem eigenen Rhythmus zu erschaffen empfinde ich als

Riesengeschenk. Ich allein bestimme über meine Zeit und mein Tun. Ich bin es wert, dass es

mir in jedem Moment meines Lebens gut gehen darf und dafür trage ich Sorge. Meinem Leben

einen neuen Rhythmus zu geben bedeutet für mich, mir zu erlauben, mein Leben nach meinen

Bedürfnissen und nach meinen Interessen zu richten.

 

Die Prioritäten so zu legen, dass ich mich wohlfühlen darf. Ich darf mich kümmern, dass ich

„satt“ bin an Liebe, Glück und Wohlbefinden. Es ist MEIN Job, dafür zu sorgen glücklich zu sein

und nicht der Job meines Chefs, meines Partners, meiner Kinder, meiner Freunde, der

Gesellschaft oder der Politik. 

 

Doch lange Zeit wußte ich nicht wie es geht nach innen zu lauschen und meine Bedürfnisse zu

erspüren. Ich wusste nicht wie es geht, mich selbst mit liebevollen Augen zu betrachten. Ich

wusste nicht wie es geht mich selbst zu lieben. Seit ich mich für einen neuen Umgang mit mir

selbst geöffnet habe, verwandelt sich mein Leben zunehmend und ich erkenne einen leisen

neuen Rhythmus. Einen Rhythmus, der mir entspricht, der mir Freude macht, der mich erfüllt,

der mir gut tut und den ich fühlen kann. Ich spüre mich selbst und meine Liebe zu mir.

 

Doch wie „macht“ man diesen neuen Rhythmus? Die gute Nachricht ist, dass wir ihn nicht

„machen“ müssen, so wie alles andere in unserem Leben irgendwie gemacht oder organisiert

werden will. Es ist keine Leistung, die zu erbringen wäre. Ganz im Gegenteil, diesmal dürfen wir

loslassen, fließen lassen, nach innen fühlen und ihn einfach entstehen lassen. 

 

Wir dürfen nach innen lauschen und ihn aus unserer Liebe zu uns selbst

heraus wachsen lassen, indem wir uns mit unserem Inneren verbinden und

spüren was es ist, was uns in diesem Moment entspricht. 

 

 

Es gibt natürlich auch ganz praktische Schritte im Außen, die wir gehen können und die uns

helfen näher zu unserem eigenen Rhythmus zu finden. Im Folgendem möchte ich dir gerne

einige, die mir geholfen haben, nennen.


1. Der wundervolle weiche Atem

Ich habe begonnen regelmäßig weich zu atmen. Ich wollte eine Praxis in meinem Leben

bringen, die mich erdete und mich mit der Liebe in meinem Inneren verband und die ich über

den Tag verteilt regelmäßig üben konnte. Das Tolle am Weichen Atmen ist, dass es ohne

Vorbereitungen funktioniert, du es immer dabei hast und es überall praktizieren kannst. Ob bei

der Arbeit oder zuhause, ob du dir extra Zeit dafür nimmst oder ob du es bei deinen

Alltagspflichten oder im Büro nebenher tust.

 

Atme weich durch die Nase ein und lasse den Atem in den Bauch strömen, atme weich

durch die Nase wieder aus, ohne bestimmte Atemtechnik oder Atemzüge zu zählen,

einfach so wie dein Atem natürlicherweise strömen würde. Bleibe mit deiner

Aufmerksamkeit bei deinem Atem so lange wie du möchtest oder solange es dir

möglich ist. Wandert deine Aufmerksamkeit zwischendurch deinen Gedanken

hinterher oder geht sie ins Außen, kehre sobald du dir dessen bewusst wirst einfach

wieder zu deinem Atem zurück.

  

Hier findest du eine kleine Anleitung zum Mitmachen:

Jede Sekunde, die du mit dem Weichen Atmen verbringst, bringt dich dir selbst wieder ein

Stückchen näher. Dein Inneres wird weicher, deine Gefühle fangen an zu fließen und es hilft dir

wieder bei dir selbst anzukommen. Du wirst innerlich ruhiger und verbindest dich wieder mit

deiner Mitte.

 

 


2. Pause machen!

Eine weitere Sache, die ich als sehr hilfreich empfunden habe, war mir die Erlaubnis zu geben,

auch einfach mal Pause zu machen. So etwas Banales, mag vielleicht der eine oder andere

denken, aber ich tat mich tatsächlich ziemlich schwer damit. Als Duracell-Häschen wirbelte ich

früher pflichtbewusst von morgens bis abends durch meinen Alltag ohne mich zwischendurch

auch mal hinzusetzen und etwas für mich zu tun oder mal kurz zu entspannen. 

 

Je weiter ich auf meinem liebevollen Weg voranschritt, umso mehr stellte ich fest, dass das gar

nicht gut für mich war. Es war traurig zu erleben, wie sehr ich mich anstrengte all meine To Dos

zu erledigen und wie unwichtig ich mich selbst aber im gleichen Atemzug behandelte. Also fing

ich an, liebevoller mit mir umzugehen. Am Anfang war das schwer, weil mich die alten Muster

immer gleich einholten und ich musste mir tatsächlich eine Zeitlang mein Handy alle zwei

Stunden als Erinnerung stellen, damit ich meine Pausen auch ja machte!  

 

Mit der Zeit merkte ich aber wie angenehm es ist, wenn man sich seinen Alltag in Arbeits- und

Pausenzeiten einteilt und die Dinge auch mal langsamer tut. Man kommt entspannter und

leichter durch den Tag. Das ist so ein bisschen wie Ein- und Ausatmen. 

 

Einatmend erledigen wir unsere Pflicht, ausatmend lassen wir alles los und gehen in die

Erholung. Es ist ein Naturgesetz des Lebens, dass auf einer Phase der Anspannung eine Phase

der Entspannung folgt. Dieses Prinzip lässt sich überall in der Natur beobachten. Beobachte mal

dein Haustier, deinen Herzschlag, auch das abwechselnde Spiel von Ebbe und Flut oder der

Wechsel der Jahreszeiten richten sich danach. 

 

Nur wir Menschen scheinen irgendwann aus dem Takt geraten zu sein… 

 

 

 

Im zweiten Teil meines Blogbeitrags geben ich euch noch weitere Inspirationen wie ihr eurem

Leben einen liebevolleren Rhythmus geben könnt. Dort geht es dann um unser Fühlen

und unsere Einstellung zum Leben.

 

 

Bis dann,

 

liebste Grüsse,

 

Maria

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Dani (Samstag, 21 Januar 2017 18:47)

    Ganz toll- im Alltag findet man viel zu selten seine innere Ruhe oder auch Mitte. Man sollte sich immer wieder darauf aufmerksam machen :-) Danke

  • #2

    Maria Arconti (Montag, 23 Januar 2017 15:10)

    Ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht. Mit ein bisschen Übung reichen auch nur wenige Minuten oder Atemzüge aus, um sich innerlich wieder zu zentrieren und dann kann es auch schon wieder weiter gehen.. :-) Liebste Grüße, Maria